Praxis und Abteilung für Urologie
Klinik am Ring
Hohenstaufenring 28
50674 Köln
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Prostatakrebs: Behandlungsergebnisse in Deutschland bestätigen internationale Studien |
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6. Uro-Onkologisches Symposium: Umfangreiche Datenserie aus Deutschland vorgestellt Köln, 6. März 2006 – Im Rahmen des 6. Prostata-Update-Meetings im Februar 2006 konnten erstmals die Daten eines deutschen Behandlungszentrums zur Behandlung des Prostatakrebs mit der inneren Bestrahlung, der so genannten Brachytherapie, einem internationalen Fachpublikum vorgestellt werden. Dabei wurden die anhand von 2.100 Behandlungen gewonnenen Ergebnisse in Bezug auf Wirkung, Heilungserfolg und Nebenwirkungen präsentiert. „Bis heute standen lediglich Studien aus den USA zur Verfügung, um an einem größeren Patientenkollektiv die Möglichkeiten der Brachytherapie mit der Totalent-fernung der Prostata zu vergleichen,“ berichtet Dr. Gregor Spira, Strahlentherapeut und Ärztlicher Leiter im Westdeutschen Prostatazentrum in Köln. Das Ergebnis: Die Daten des deutschen Behandlungszentrums bestätigen die Therapieerfolge aus den USA. Mit der modernen Form der Strahlentherapie werden beim lokal begrenzten Tumor die gleichen Heilungsraten erzielt wie mit der Radikaloperation. Dabei sind die Nebenwirkungen stark reduziert: Leiden nach einer Totalentfernung der Prostata 50 bis 70 Prozent der Patienten unter Impotenz und 15 Prozent unter Inkontinenz, treten nach der Brachytherapie lediglich bei 20 bis 30 Prozent der Patienten vorübergehende Potenzstörungen auf. Eine Inkontinenz ist praktisch ausgeschlossen. Behandlungsmöglichkeiten bei Prostatakrebs Sowohl die Seed-Implantation als auch die After-Loading-Therapie gehören zu den Methoden der Brachytherapie. Sie basieren auf der inneren Bestrahlung des Tumors aus nächster Nähe. Seed-Implantation und After-Loading-Therapie unterscheiden sich in einem wesentlichen Punkt: Bei der Seed-Implantation werden Strahlenkörner aus Jod, so genannte Seeds, in die Prostata implantiert und geben über mehrere Monate kontinuierlich Strahlung auf den Tumor ab. Dagegen werden bei der After-Loading-Therapie temporär Nadeln in die Prostata eingesetzt, die eine kurzzeitige innere Bestrahlung ermöglichen und somit den Tumor zerstören. Ein besonderer Vorteil der After-Loading-Therapie: während die Radikaloperation mit der Entfernung der gesam-ten Prostata lediglich den Krebs innerhalb des Organs entfernt, kann mit der After-Loading-Therapie auch Tumorgewebe außerhalb der Prostata zerstört werden. Weitere Vorteile: Beide Strahlentherapien werden in der Regel kurzstationär - im Gegensatz zur Operation, die einen längeren stationären Aufenthalt und Genesungszeit erfordert. Prostatakrebsbehandlung in Deutschland In Deutschland findet langsam ein Umdenken statt. „Zwar ist die Prostatektomie, die Totalentfernung der Prostata, in Deutschland immer noch das häufigste Verfahren bei der Behandlung des Prostatakrebses“, so Dr. Spira. „Allerdings steigt die Zahl der Behandlungszentren, die er-folgreiche Therapien wie die Brachytherapie in ihr Behandlungsspektrum aufnehmen und somit ihren Patienten eine Alternative zur radikalen Operation bieten.“ Das Westdeutsche Prostatazentrum in Köln gehört auf dem Gebiet der Brachytherapie zu den führenden Einrichtungen in Europa. Seit Gründung des interdisziplinären Zentrums 2001 konnten bereits mehr als 2.100 Behandlungen erfolgreich durchgeführt werden. Neues Diagnoseverfahren erkennt zuverlässig den Krebs Für jeden Mann ein Muss: die jährliche Vorsorgeuntersuchung sollte von jedem Mann ab dem 45. Lebensjahr wahrgenommen werden. Denn, je früher der Krebs diagnostiziert wird, desto besser sind die Heilungschancen bei einer Erkrankung. Auf dem Uro-Onkologischen Kongress konnte nun ein neues Diagnoseverfahren, die so genannte Doppler-Kontrastechographie, vorgestellt werden. „Die neue Methode ist eine Weiterentwicklung des herkömmlichen Ultraschall-verfahrens“, erklärt Prof. Dr. Jean de la Rosette, Direktor der Universitätsklinik für Urologie in Amsterdam. Durch den Einsatz des Kontrastmittel-Ultraschalls lässt sich der Tumor besser erkennen und kann in der Prostata genauer lokalisiert werden. Wesentlicher Vorteil: Bisher waren zahlreiche Biopsien, also Gewebeentnahmen aus der Prostata, erforderlich, um den Krebsverdacht zu bestätigen. „Mit dem Einsatz des Kontrastmittel-Ultraschalls, der über eine Kontrastmit-telgabe die genaue Lage des Tumors sichtbar macht, ist nun eine gezieltere Gewebeentnahme möglich. Dies erspart dem Patienten unnötige Biopsien“, betont de la Rosette. Auch bei der Nachkontrolle könnte zukünftig mit dem hochmodernen Verfahren schonend überprüft werden, ob der Tumor vollständig entfernt wurde. Bisher wird die Technik noch in kleineren Anwendungsserien auf die Alltagstauglichkeit überprüft verwandte Themen: Uro-Onkologisches | Symposium | Behandlung | Prostatakrebs | Prostata | Brachytherapie | Behandlung | Ergebnisse | Wirkung | Heilungserfolg | Nebenwirkungen | Krebs | Operation | After-Loading-Therapie | Krebs | Biopsien |